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22.07.2005

Zum Leserbrief von Herrn Guenther Loewen „Erst großes Geschrei, dann lautlose Feststellung“ vom 21.07.2005

Die Verniedlichung der Vorgänge um die Manipulationen der Stadtkasse sind grotesk. Mindestens 10fach würde der Kassenleiter der Stadt Bad Camberg fristlos entlassen worden sein, wäre er in der freien Wirtschaft beschäftigt.

Wo außerhalb von Bad Camberg könnte man des nachts und an Feiertagen die Kasse seines Dienstherren ungestraft manipulieren und die zugehörigen Belege verschwinden lassen, so dass die Buchungen nicht mehr nachvollzogen werden können? Wo außerhalb von Bad Camberg kann es sich ein städtischer Bediensteter erlauben, nachdem sein verwerfliches Tun auffliegt, unverzüglich zu erkranken und jegliche Auskünfte zu seinen Handlungen verweigern?

In Camberg schmelzen viele dahin vor Mitleid mit einem je nach Sichtweise unfähigen oder vielleicht sogar das perfekte, weil nicht nachweisbare Verbrechen begehenden Kassenleiter. Egal welche Ansicht man hier vertritt, das Verhalten des Kassenleiters ist ein Hohn für alle Bürger und städtischen Bediensteten, die ehrlich und qualifiziert ihrer Arbeit nachgehen.

Es ist auch klar herauszustellen, dass die nunmehr für mehrere Jahre nicht erteilte Entlastung des Magistrats die äußerste Form der Mißbilligung darstellt, die ein Stadtparlament überhaupt aussprechen kann.

Kerstin Weyrich FDP Bad Camberg