| 14.02.2005
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"Leserbrief Thema: Bad Camberger Stadtfinanzen"
Ein Kassenleiter manipuliert des nachts und an Feiertagen die Kasse der Stadt Bad Camberg. Belege verschwinden, so dass Buchungen nicht mehr nachvollzogen werden können. Anstelle der Stadt Bad Camberg deckt das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises dies auf. Zeitgleich erkrankt der Kassenleiter und verweigert jegliche Auskünfte zu seinen Handlungen.
Was passiert? Unser Ex-Bürgermeister Reitz und verschiedene Stadtverordnete versuchen die aufmerksame Bedienstete des Rechnungsprüfungsamtes mit allerlei Drohungen und Diffamierungen zu reglementieren. Unser Magistrat legt die Vorfälle erst mit vielmonatiger Verzögerung vor - für dienstrechtliche Konsequenzen gegen unseren Ex-Bürgermeister ist es nun (rein zufälligerweise) zu spät. Unser erster Stadtrat Bermbach weiß genau, dass kein Geld verschwunden ist – dabei sind die Belege nicht auffindbar. Er weiß auch ganz genau, dass die Staatsanwaltschaft zu keinem anderen Ergebnis kommen wird, und empfiehlt unter Verweis auf seine berufliche Qualifikation als Kripobeamter, sie gar nicht erst einzuschalten. Dabei ignoriert er beflissentlich, dass das Verschwindenlassen von Belegen und die Kassenmanipulationen Straftaten darstellen. Die von mir geforderte fristlose Entlassung des Kassenleiters wird kategorisch abgelehnt – ein Skandal, dass er bis heute Mitarbeiter der Stadt Bad Camberg ist.
Gleichzeitig müht sich die Staatsanwaltschaft in einem Ermittlungsverfahren seit nunmehr 2 ½ Jahren um Licht in den Abgründen des Oberselterser Mineralbrunnens. Auch bei den Stadtwerken sind dubiose Gelder aufgefallen.
Sieht das alles nicht nach einem riesigen Problem aus, an dem möglicherweise mehr als eine einzelne Person beteiligt ist und das mit allen Mitteln ohne Aufklärung beseitigt werden soll? Nach einer Beratung durch einen erfahrenen Kämmerer verstärkt sich dieser Eindruck bei mir noch um ein Vielfaches.
Kerstin Weyrich,
FDP Bad Camberg
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