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08.05.2005

FDP lehnt Bebauung der Pfortenwiesen ab

Eine Bebauung der Pfortenwiesen wäre eine weitere riesengroße Dummheit Camberger Kommunalpolitik – bewertet die Fraktionsvorsitzende der FDP, Kerstin Weyrich, die ihr vorgelegten Planungen zur vollständigen Überbauung der Pfortenwiesen mit einer Tennisanlage.

Die große innerstädtische Freifläche ist von enormem Wert für die Camberger Bevölkerung. Als Ort für Veranstaltungen und Freizeitgestaltung ist sie für jung und alt das Zentrum sozialen Lebens in der Stadt. Diese soziale Aufgabe könnten die Pfortenwiesen künftig nicht mehr wahrnehmen.

Zudem würden vor dem Hintergrund der gravierenden Umweltprobleme, die die B 8 mit sich bringt, mit der Bebauung der bisherigen Freifläche deutliche Verschlechterungen der Klimasituation und der Luftreinhaltung eintreten. Für die Camberger Bürger würde somit eine nachteilige Entwicklung des Lebensumfelds hervorgerufen.

Schließlich hält die FDP die Belastung der Anwohner mit dem permanenten, nervtötenden Lärm der Tennisanlage für nicht zumutbar.

Die Pfortenwiesen sollten statt dessen von der derzeitigen, einen abgerissenen Eindruck erweckenden Schotter- und Pfützenlandschaft aufgewertet werden zu einer ansprechenden Parkanlage mit Sitzbänken, Freiflächen für Veranstaltungen und die individuelle Freizeitgestaltung der Bürger sowie Parkmöglichkeiten und Stellplätzen für Wohnmobile zur Tourismusförderung.

Auf diese Weise wären die Pfortenwiesen für alle Bürger zugänglich und jederzeit nutzbar. Sie würden gleichzeitig den höchstmöglichen sozialen und ökologischen Nutzen erbringen.

Die FDP hält es für ein Versäumnis der Verhandlungsführer Bermbach und Erk, dass diese keine Flächen im Gewerbegebiet als Alternative angeboten haben.

Kerstin Weyrich